Der neue Technologie-Trend

Windows 8 … na gute Nacht.

Lange habe ich nichts mehr von mir hier sehen oder hören lassen, was daran liegt, das ich meine Kamera zwischenzeitlich nicht mehr besitze. Mein Fokus hat sich im wahrsten Sinne des Wortes verändert, so dass mir Zeit und vor allem die Muse gefehlt hat, daran weiter zu arbeiten.

Kommen wir aber zu dem Thema, das ich hier heute mal aufgreifen möchte.

Ich bin ein Technologie-Freak, und auch wenn ich es mir nicht immer leisten kann, und ich kein Testredakteur bin, versuche ich dennoch am Puls der Zeit zu bleiben und neue Geräte zumindest mal in der Hand zu haben, oder die neueste Software zu testen.

So habe ich mit einer gewissen Vorfreude auf den gestrigen Tag gewartet. Microsoft hat die Windows 8 Consumer Preview (Verbraucher-Vorschau) zum Download freigegeben. Das heißt, man kann sich für eine kurze Testphase ein vollwertiges Windows 8 Betriebssystem herunterladen und frei installieren. Zum testen und sehen was dieses OS unter der Haube hat. Ich habe jetzt eben noch einmal nachgesehen, konnte aber auf die Schnelle keine Info herausholen, wie lange das Testen des Systems gestattet ist. Ist eigentlich auch egal, denn man wird gezwungen, sich mit einer Windows-Live-ID anzumelden. Welche einem wiederum sicher bald sagen wird, dass sich das System kurz vor Ablauf des Testzeitraums befindet, und man doch eine gültige, gekaufte, Softwarelizenz eingeben soll, um so die gesammelten und benutzten Daten auch weiterhin nutzen zu können.

So kam es also, dass ich heute morgen, ich war mal wieder früher wach, dank Hund und Katz, die Installation laufen lies und die Umgebung das erste mal testete. Natürlich auf einer virtuellen Rechner-Umgebung mit Oracles VirualBox.

Ich kann jetzt nicht beurteilen wie stabil und oder sicher das Betriebssystem läuft, dafür ist der Testzeitraum sicher zu kurz. Was ich aber sagen kann, zur Optik und Handhabung des Systems: Microsoft? WARUM?!

Beim Hochfahren des Systems ist kein Windows-Logo zu sehen, das hat sich ja eh verändert. Es grinst einem stattdessen ein abstrakt gezeichneter Kampffisch mit Blubberblasen in Form einer gedrehten 8 an. Sinn? Egal.

Der Boot ist abgeschlossen und direkt ballern einem die quietschbunten Kacheln in die Augen, um die Apps zu starten. Ja, auch Microsoft nennt die installierte Software nun Apps. Optisch, neben der bunten Übermacht an Kästchen und simpel gezeichneten Symbolen macht die Oberfläche nichts her. Ich habe jetzt zumindest nicht den Eindruck an einem modernen System zu sitzen und fühle mich irgendwo viel mehr an die alten, ebenso seltsam-bunten Windows 3.1-Zeiten erinnert.

Aber warum die großen Kacheln, warum die Apps. Die Antwort ist klar und einleuchtend, Microsoft will keinen Trend verschlafen – ich frage mich, ob das nicht eh schon geschehen ist, denkt man an Android – und sich für moderne Geräte rüsten. Geräte, die nicht mehr als schwerer Kasten in einem Eck stehen, bedient mit Tastatur und Mouse. Nein, wir reden von Tablet-PCs, mit Touchscreen, und der passenden Ein-Fettfinger-Steuerung auf dem Hochglanzbildschirm. Das ist ja auch löblich, und man möchte es Microsoft ja irgendwie gönnen, auch hier Fuß zu fassen und ein stabiles und intuitiv steuerbares System zu erschaffen. Aber momentan befinden wir uns, so empfinde ich es zumindest, noch in einer Übergangszeit, wo die Tablets zwar immer mehr Aufwind bekommen und es davon immer mehr geben wird, bzw. Subnotebooks oder auch Powerbooks die nur noch über eine kleine SSD, einer Tastatur und einem Touchscreen verfügen und demnach auch noch per 3G (LTE) oder eben WLan im Netz hängen. Aber dennoch gibt es heute noch den klassischen PC-Nutzer. Wie ich einer bin. Und ich kann mit meinen Fingern noch so auf die Kacheln des Monitors herumbatzen, es passiert nichts.

Wer Windows, so wie ich, schon seit langem kennt (seit Win3.1 hab ich alle Versionen mitgemacht, sogar ME!!!), der sitzt vor Win8 erstmal wie der Ochse vor einem Berg. Ich fuchtel wild mit der Maus vor den Kacheln herum, und weiß im ersten Moment nicht, was ich da nun überhaupt tun soll. Da springt mir die Kachel “Desktop” ins Auge… juhu, ein alter Verwandter. *KLICK*

Der Desktop hat das Aussehen wie der von Windows 7, mit einem Unterschied: Es gibt keinen Start-Button. Das Windowslogo unten links… weg. Nun bin ich auf dem Desktop und klicke wild umher, komme aber nicht wieder zurück zu Kachel-Start-Menü… bis ich die Windows-Taste auf meiner Tastatur drücke.

Ganz ehrlich, ich weiß das es diese Taste gibt, und ich weiß auch was sie kann, im Bezug auf Tastenkombinationen. Aber ich nutzte die Taste bisher so gut wie NIE um ins Startmenü zu kommen. Aber Sinn macht es wieder, sowie man sich ein Tablet mit einer Windows-Taste vorstellt. Bei meinem Android-Handy komm ich ja auch so an die Apps. Aber an einem Desktop-PC?

Wieder zurück bei den Kacheln wundere ich mich über die wenigen “Apps” die Windows mir bietet, abgesehen von den Live-ID-Gimmicks wie Kalender, Messenger, Mail usw.. Ein Klick auf die rechte Maustaste in einem freien Bereich offenbarte mir die Schaltfläche “Alle Apps” und siehe da, noch gequetschter, aber ebenso bunt: Das eigentliche “Startmenü” wie man es halbwegs erwartet.

Und zu guter letzt gehe ich mal auf die Live-Apps ein, Skydrive, Kalender und die anderen eben genannten. Ein Klick darauf und… nein… kein neues Fenster mit der App startet. Nein… VOLLBILD! Ohne Rahmen und ohne Wenn und aber, startet vor den eigenen Augen in maximaler Größe die App und gibt verschachtelte Menüs vor, in denen man sich nun bewegt. Schön, kann man machen, stört mich aber, sicher kann ich auch wieder mit Tastenkombinationen zu den Startkacheln oder in andere Apps wechseln, aber angenehm empfinde ich das nicht. Also, App schliessen… ja, wie denn?! Kein X, kein Button, kein Nichts. Also, wieder Tastenkombi Alt-F4 oder das App laufen lassen. Großes Kino.

Ich weiß nicht wie das an einem Tablet zu Handeln ist, aber ich denke mir, das es wie bei Android so sein wird, das die Apps ewig laufen. Bis man diese im Taskmanager abwürgt, oder sich bei einem Timeout selbst verflüchtigen.

Abschalten von Windows. Ja… wie fragt sich der Laie und der Fachmann staunt. Natürlich ist auch hier wieder, ganz klar und offensichtlich, die Erwartung der Entwickler mehr in Richtung Tablet, als an einen PC-Nutzer gegangen. Den klassischen Weg “Start -> Herunterfahren” gibt es nicht mehr. Und wieso nicht? Einfache Antwort: ein Tablet-PC wird über einen Taster einfach in Standby versetzt und nicht ausgeschaltet. Und am PC? Tastenkombination (Alt-F4, Windows-I, oder sonstige, oder man legt sich ein ShutDown-Icon als Verknüpfung am Desktop selbst an).

Erstes Fazit, Look and Feel:

Werte Programmierer und Designer von Mircosoft: Hätte ich ein Tablet mit dem ich Win8 hätte testen können, fiele mein Resumé evtl. etwas besser aus, aber so leider nicht. Ich arbeite auch noch eine ganze Weile an einem festen PC und werde somit den Vorteil der Kacheln oder der übergroßen und nicht-schönen Symbole nicht zu nutzen wissen. Und das finde ich sehr Schade.

In der heutigen Zeit und mit den aktuellen Mitteln, wäre es doch ein leichtes gewesen, beim Setup zu erkennen, auf welcher Art System die Software installiert wird, hat es einen Touchscreen -> Kacheln, hat es keinen -> Standard-Desktop. Aber nein, der Desktop, wie ihn einige lieben und nutzen wird Stiefmütterlich behandelt und gemächlich aufs Abstellgleis verschoben. Man hätte hier einen klaren Schnitt machen müssen, zwischen der altbewährten Steuerung und den modernen Tablets, es wäre nicht mal nötig gewesen 2 Versionen auf den Markt zu bringen, wenn man, wie bereits erwähnt, die Erkennung der Steuerbarkeit implementiert hätte.

Vom Design her weiß ich leider auch nicht, was Microsoft uns damit sagen möchte. Klar, weniger ist mehr, aber nur noch ein paar schnell gemalte Symbole auf buntem Hintergrund. Es wirkt steril mit einem Hauch LSD.

Screenshots meiner Windows-Installation füge ich diesem Text noch an.
Es würde mich freuen, wenn sich andere Win8-Nutzer oder auch Leute, die meinen Text mit einem gewissen Nicken gelesen haben, hier zu melden würden.

 

So nun hier mal die versprochenen Bilder:

Der Startbildschirm, direkt nach dem Booten. Dieser verschwindet erst, wenn man ihn nach oben wegschiebt. Entsperrung am Tablet-PCs? Oder nervige Klickerei am Dektop-PC!

Das “Startmenü” … bunt, und dennoch sehr eintönig, dafür große Auswahlfelder für die Patschefingerchen, die Maus geht optisch unter. Was ihr hier übrigens seht, ist kein Ausschnitt, das ist Fullscreen auf der V-Box, nur eben für den Blog hier verkleinert.

Das “Startmenü” in erweiterter Ansicht mit allen Programmen (ich bleib dabei!). Gescrollt wird übrigens horizontal.

Der Desktop, oder was noch von ihm übrig ist, mit dem genannten Fisch. Der Startbutton ist wech, und – update – wie ich eben herausgefunden habe, nicht nur über die Windows-Taste zu erreichen, sondern auch, wenn man mit der Maus ganz nach rechts an den Bildschirm fährt und einen Augenblick wartet, dann erscheint ein Menü, welches seitlich aufklappt, in der Mitte und ziemlich groß, das neue Windowslogo zum Startmenü. Am Besten wandert die Maus ganz nach rechts unten, da war die Chance am höchsten, das das Menü auftaucht, sonst war es ein gedulds- und glücksspiel. Natürlich ist das wieder ein Ansinnen auf die kommenden Seitentasten an Tablet-PCs die einem dann den Zugriff auf Tastendruck ermöglichen, ohne auf ein Aufklappen zu warten.

Erstmal zu letzt, die Einstellungen. Auch erreichbar über dieses Seitenmenü. Wer aber jetzt erwartet, das er, wenn er auf “Einstellungen” klickt, eine Fülle von Icons wie in der Systemsteuerung erhält… der erwartet zuviel. In diesem Menüpunkt gibts nur einen Schiebregler An und Aus… steht er auf AN, stehen rechts bei den Bunten Kästchen des, hier verkleinerten, Startmenüs die Verwaltungsoptionen des Computers, einfach dazugewürfelt, nach dem Motto, du willst es ja, also Friss oder Stirb. Und erst, wenn man den Schiebregler dann wieder umständlich auf Aus stellt, sind diese wieder weg. Ich bin mir sicher, auch dafür gibt es bestimmt wieder ein tolle Tastenkombi. Dazu noch, als kleiner Hingucker dieses Bildes, schaut mal rechts unten, das ist der neue Tray mit den Systemsymbolen für Lautsprecher usw. Finger-Geeignet. Klickt man z.B. auf den Lautsprecher, erscheint ein Schiebregler in Phenomenalen 3 Farben, bestehend aus Rahmen, Schieberichtung und dem Regler an sich. Da wurde viel Liebe ins Detail gesteckt.

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Man sieht also, wo die Reise hingeht. Schlicht solls sein. Mit den Fingern bedienbar muss es sein. Und, da man sich ja eh schon mit der Live-ID anmelden muss, ist Cloud-Computing hier natürlich direkt vorne dran. Durch die extern abgelagerten Daten, wie z.B. Kalender, Mails und Dokumente via Skydrive.

Na sicher ist das alles nichts neues, und Google bzw. andere Softwarehersteller bieten ähnliche, wenn nicht gleiche Lösungen an. Dennoch fühle ich mich über eine selbst-gewählte Mischung der Dienste sicherer, wenn ich weiß, das alles noch ein Eck dezentraler gesichert ist und nicht so sehr miteinander verbandelt.

Mufflon

Neuschwanstein

Beinahe wohl DAS Wahrzeichen Bayerns, und eigentlich immer einen Besuch wert: Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Eigentlich? Ja, wenn man die Zeit bedenkt, wann man den Ort besucht. Grundsätzlich sollte man sich einem im klaren sein: es ist und bleibt ein Tourismus-Magnet erster Güte. Also lief unser Besuch dort wie folgt ab:

Anfahrt an einem Sonntag, der von einem Feiertag gefolgt ist. Schon mal grundsätzlich blöde. Ergebnis: Stau. Aber zum Glück nur von kurzer Dauer. Vor Ort dann der nächste Hammer, die Straßen gestopft voll, eine Einfahrt nach Hohenschwangau unmöglich. Also Außerorts auf einem Seitenstreifen mit vielen anderen geparkt und einen weiteren Fußweg gemacht, als eh schon geplant.

Wettertechnisch sehr zwiespältig. Einerseits herrlicher Sonnenschein, aber wegen der hohen Luftfeuchte war der Dunst in der Luft zu extrem, um einfache und schöne Aufnahmen aus der Ferne zu machen.

Fotos aus der Nähe waren auch mit einem sehr faden Beigeschmack behaftet, zuviel “klicklickklick”-Asiaten und lederhosentragende Amerikaner (die glauben wohl ernsthaft, wir Bayern schlafen evtl. nachts in den Dingern) drängen sich um die Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel die Marienbrücke über der kleinen Schlucht hinter Neuschwanstein. Die Brücke war gestopft voll. Menschen drängten sich durch. Das hier kein Unglück geschehen ist, ein Wunder.

Der Abstieg kam dann schneller, als von mir ursprünglich erwartet. Alles in allem, schön anzusehen, aber wenn, dann unter der Woche und früh morgens, im Sommer, wenn kein Nebel die Nacht zuvor für Dunst gesorgt hat.

Hier die magere Foto-Ausbeute:

Feuerwehr

Ist der Sommer endlich da?

Nach langer Zeit mal wieder sonnige Tage, ohne Regen, dafür mit dunstigen Nebel.

Morgentliche August-Impressionen

Ja, dieser Sommer fällt wohl wieder in eine ganz besondere Kategorie: Ins Wasser.

Schwüle Temperaturen, viel Regen. Keine wirkliche angenehme Wärme.

Aber das hat auch seine positiven Seiten, und wer morgens früh auf den Beinen ist, der kann sich diese ansehen:
Nebel, Tau, Glitzernde Wiesen, weiche Sonnenstrahlen wenn die Wolken es zu lassen.

Und damit ihr morgens im Bett bleiben könnt, hier mal eine kleine Übersicht:

Vectra – Stimmungsbild

Stimmungsbild

Morgen und Abend

Ohne große Worte zu verlieren, hier mal ein paar wenige Bilder der letzten Tage, die ich morgens, als auch gestern Abend, bei dem herrlichen Vollmond machen konnte.

Ich glaube ich sollte mich öfter der blauen Stunde, bzw. der Langzeitbelichtung widmen.

Gartenfotos

Wird mal wieder Zeit ein paar Fotos aus unserem Garten zu zeigen. Allerdings spare ich das Gemüse jetzt mal aus, weil es da noch nicht allzuviel zu zeigen gibt. Jedoch werde ich wohl in den nächsten (warmen) Tagen auch davon noch ein oder zwei Fotos schiessen.

Morgen jedenfalls, wenn unser kleiner Kräutergarten fertig ist, werde ich davon mal ein Foto präsentieren. Ist einfach zusammengezimmert, aber sieht schon irgendwie schick aus :D

Also dann, geniesst die angenehmen Tage die wir gerade haben. Und schaut wieder rein ;)